Fotos | © Matias Capizzano (Cover-Foto und erste Foto), für andere Rechte vorbehalten.
Er fing mit sieben Jahren mit dem Segelsport an und stiess mit neun zum Sailing Team der SNG. Daneben spielte er Fussball, kletterte, fuhr Ski und Snowboard. Mit seinem WM-Titel bei den Optimisten, den er im Juli in Portugal errang, hat sich der Genfer Max Wallenberg an die Weltspitze gekämpft.

Die meisten WM-Läufe wurden bei Schwachwind gesegelt, was dem eher schmächtigen Max zugutekam. Seine seglerische Grundausbildung erhielt er im Sailing Team der Genfer Société Nautique (SNG), dessen Trainer Marcelo Saguier ihn ganzjährig betreute. Zudem profitierte Max von den wertvollen Tipps von Antonis Drosopoulos, dem Opti-Coach des Swiss Sailing Teams.
Max Wallenbergs WM-Gold zwei Jahre nach dem Titelgewinn durch Nicolas Rolaz aus Morges ist sensationell, aber eigentlich keine Überraschung, denn der junge Genfer hat diese Saison die meisten Regatten, an denen er teilgenommen hat, gewonnen, darunter auch den anspruchsvollen Weltcup im holländischen Workum. Mitte Juli beendete er seine Opti-Karriere mit einem Sieg am Sommercup in Loctudy in der Bretagne.
Obwohl Max auf seine Leistungen zu Recht stolz ist, bleibt er doch auf dem Boden: „Weltmeister zu sein ist etwas anderes, als nur die Schweizermeisterschaft oder einen anderen Wettkampf zu gewinnen, denn es bedeutet, dass ich der Beste bin. Ich bilde mir aber nichts darauf ein, sondern lebe weiter wie vorher, es hat sich nichts geändert. Ich möchte nicht, dass mich meine Freunde anders behandeln, denn ich bin ich selbst geblieben.“
Diese Einstellung scheint dem Nachwuchssportler gut zu bekommen. Er ist mit Freude bei der Sache, was man ihm auch anmerkt: „Segeln und Regatten machen mir in erster Linie Spass. Ich liebe es, mich mit anderen zu messen. In solchen Momenten bin ich topfit und super zufrieden. Ich versuche alles, um zu gewinnen und wenn es mir gelingt, freue ich mich und geniesse es.“


Max, dessen Augen bei der Erwähnung von Ben Ainslie aufleuchten, wird wohl noch viele Stunden auf dem Wasser verbringen, bevor er sich zu neuen Abenteuern aufmacht.