Von Vincent Gillioz
Das Volvo Ocean und die Class 40 stehen auch in diesem Newsletter auf dem Menüplan, diesmal begleitet von den Drachen- und den Starbooten, den MOD und dem America’s Cup. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre.
Hochseeregatten
Die Konkurrenten des Volvo Ocean Race haben in diesem Wettkampf zum dritten Mal den Äquator überquert und segeln jetzt auf der südlichen Erdhabkugel. Vor den Salomoninseln mussten die Skipper der VOR 70 viel taktisches Geschick beweisen, Groupama entschied sich, den Archipel ganz östlich zu umrunden und lag damit goldrichtig. Am Montagnachmittag führten Franck Cammas und seine Männer die Flotte denn auch mit einem komfortablen Vorsprung von 70 Seemeilen an. Puma, das sich ebenfalls für eine östliche Route entschieden hatte, folgt an zweiter Stelle vor Telefonica, das mitten durch die Inseln gesegelt war und jetzt 115 Seemeilen Rückstand auf den Leader aufweist. Mit Neukaledonien steht den Teams eine weitere taktisch schwierige Region bevor. In drei Tagen werden sie dann in Auckland erwartet.
Zwei der drei im Global Ocean Race verbliebenen Class 40 sind im uruguayischen Punta del Este eingetroffen. Cessna Citation gewann die Etappe erwartungsgemäss vor Financial Crisis. Pesheya-Racing fehlten am Montagabend noch 470 Seemeilen bis zum Etappenziel. In der gleichen Bootsklasse fällt am 11. März der Startschuss zur Atlantiküberquerung Solidaire du Chocolat. Dabei werden elf der zurzeit besten Zweihandteams dieser Klasse die Strecke von St. Nazaire nach Yukatan unter den Bug nehmen.
Bei den MOD 70 hat sich Roland Jourdain erstmals zum Rückzug von Veolio geäussert. Der französische Skipper Roland Jourdain hofft, dass er in drei Monaten das nötige Geld zusammenbekommt, um das vorgesehene Programm fortzusetzen und am Krys Ocean Race an den Start zu gehen.
America’s Cup
Die französischen Teams All4One und Aleph haben ihre Teilnahme am 34. America’s Cup abgesagt. Damit bleibt Energy Team als einziger französischer Vertreter im Rennen. Wie es zurzeit aussieht, werden sich nur drei Challenger mit Titelverteidiger Oracle messen.
Internationale Klassen
Der erste Act der Extreme Sailing Series in Muscat (Oman) ist soeben zu Ende gegangen. Oman Air und The Wave Muscat, die beiden unter omanischer Flagge segelnden Teams, gingen als Sieger aus dieser ersten Begegnung der Saison 2012 hervor und verwiesen die Franzosen auf Groupe Edmond de Rothschild auf den 3. Platz. Für Pierre Pennec und seine Crew war dieser dritte Rang eine herbe Enttäuschung, zumal sie die ersten drei Tage des Acts an der Spitze gelegen hatten. Die von Loïck Peyron gesteuerte Zoulou wurde 6., Alinghi 7. Nächste Station ist Qingdao in China Ende April.
55 Drachen fanden sich zum Grand Prix in Cannes ein. Die Plätze 1 bis 10 wurden von Teams aus Osteuropa belegt, einzig Vincent Hoesch (GER) vermochte mit seinem dritten Schlussrang die Phalanx zu durchbrechen. Die Läufe fanden bei zum Teil heftigen Winden statt. Nach fünf Wettfahrten standen die Russen auf Bunker Boys als Sieger fest. Norbert Stadler auf Tachiston reichte es für Rang 21, Ulli Libor auf SUI Generis für Rang 22. Gitane Seven von Walter Zürcher wurde 52.
Jollen- und olympisches Segeln
In Miami hat am Montag der 85. Bacardi Cup begonnen. 66 Starboote aus 15 Nationen hatten gemeldet. Bei den meisten Teams handelt es sich um Olympiaanwärter oder Olympiaqualifizierte, wie die Schweizer Flavio Marazzi und Enrico De Maria.