Knapp ein Jahr vor den olympischen Spielen in London haben die Athleten des SST (Swiss Sailing Team) im olympischen Regattarevier von Weymouth die berühmt-berüchtigten Test Events bestritten. Die Seglerinnen und Segler verschreiben sich mit Leib und Seele ihrem olympischen Traum und legen einen bewundernswerten Durchhaltewillen an den Tag, trotzdem sind ihre Leistungen bisher noch nicht gut genug, um sich reelle Medaillenchancen ausrechnen zu können. Marazzi/De Maria (Star) erreichten den 13. Platz, Nathalie Brugger (Laser Radial) klassierte sich als 15., Richard Stauffacher (RS:X) wurde 32., Christophe Bottoni (Laser) 30. und Brauchli/Hausser (470er) belegten Rang 22. Wie die Ergebnisse zeigen, liegt noch ein weiter Weg vor den Schweizer Hoffnungsträgern. Das Debriefing wird uns bestimmt Genaueres über die Gründe des doch enttäuschenden Abschneidens liefern. Die nächsten Pre-Olympics finden im Dezember auf der gegenüberliegenden Erdhalbkugel, im australischen Perth statt.
Eine Delegation aus jungen Schweizer Seglern ist mit dem Flugzeug nach China zur Universiade in Shenzen (12.-23. August) gereist. Manon Luther, Anne-Sophie Thilo, Fiona Testuz und Guillaume Girod vertreten dort die Schweizer Farben. Sie gehören alle zum Schweizer Olympianachwuchs und hoffen, 2012 in London dabei zu sein.
Auf dem Genfersee ist am letzten Freitag die 19. Austragung der 5 Jours du Léman – Challenge Implenia mit dem Sieg von Cédric Pochelon und Patrick Girod zu Ende gegangen. Das Genfer Duo führte die Flotte während mehr als der Hälfte der Fünftagesregatta an. Ihnen gelang mit 819 Kilometern in 120 Stunden ein tolles Rennen. Lucien Cujean und Julien Monnier auf Mirabaud 1 und Patrick Quennoz und Loris Von Siebenthal auf Fou du Vent-Brachard vervollständigten das Podest.
314 Teams starteten am Sonntag, 14. August zum 44. Fastnet Race (an der allerersten Ausgabe im Jahr 1925 waren es gerade einmal sieben gewesen). An diesem grossen Segelfest nehmen IMOCA, VOR 70, zwei MOD 70, Maxis und weitere Ein- und Mehrrümpfer teil. Es wird von vielen Seglern als Testevent und zur Standortbestimmung genutzt.
Vom 6.-14. August fand das von der Segelgemeinschaft mit Spannung erwartete erste Treffen der AC 45 statt. Emirates Team New Zealand mit Steuermann Dean Barker machte im Fleet Race grossen Eindruck und kann dadurch zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die beiden Oracle-Boote belegten den 3. und 4. Rang. Im Match Racing hatte hingegen James Spithill die Nase vorn. Team Aleph mit dem jungen Arnaud Psarofaghis reichte es bei den Flottenregatten auf Rang 6.
Die Multihulls waren auch im Solent engagiert. Dort wurde in Cowes bis am 12. August Act 5 der Extreme Sailing Series ausgetragen. Gewonnen hat den Act The Wave Muscat vor Luna Rossa und Alinghi. Im Gesamtklassement liegt Emirates Team New Zealand weiterhin in Führung, gefolgt von Luna Rossa auf dem 2. und Groupe Edmond de Rothschild auf dem 3. Platz.
Last but not least: An der 6mR-WM in Helsinki vom 5.-12. August holte sich Yann Marilley zusammen mit Nicolas Berthoud, Jean-Marc Monnard, Alex Nicole und Kasper Schadegg die Goldmedaille bei den Moderns.