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Rückblick auf die vergangene Woche

von Quentin Mayerat

Von Vincent Gillioz

Die wohl überraschendste Nachricht der letzten Woche war zweifellos der Rückzug von Veolia aus dem Hochsee-Segelsport. Roland Jourdain, der sich in Marokko mit Gitana XV in einem Trainingscamp befand, wurde am Donnerstagmorgen informiert. Am Freitag wurde die Entscheidung dann offiziell gemacht. Sofort nach der Bekanntgabe verliess das Team Agadir und brachte das Boot nach Frankreich zurück. Was mit dem Trimaran geschieht, ist derzeit noch nicht bekannt. Vermutlich wird er verkauft oder vermietet. Franck David. Direktor der MOD-Klasse, kündigte an, dass er mit allen Kräften versuchen werde so schnell wie möglich ein Team für das Boot zu finden. Da die Transatlantikregatta Krys Ocean Race von New York nach Brest Anfang Juli starten soll, bleibt wenig Zeit, um ein Team für das sechste Boot aufzutreiben.

Zum Glück sind auch einige gute Neuigkeiten von Seiten der Sponsoren zu vermelden. Jean Le Cam gab fast zeitgleich bekannt, dass er mit der früheren, in Synerciel umbenannten Gitana 80 die Vendée Globe bestreiten wird. Die Farr-Jacht aus dem Jahr  2007 ist das Schwesterschiff der Paprec-Virbac 2. Der Skipper aus Frankreich hatte bereits an der Ausgabe 2004-2005 mit einem zweiten Platz und nur wenigen Stunden Rückstand auf den Erstplatzierten Vincent Riou brilliert.

Ebenfalls für einen Lichtblickt sorgt TeamWork. Der Sponsor von David Raison, Sieger der Transat 6.50 2011, wird die Genfer Seglerin Justine Mettraux unterstützen. Diese hat ihr Boot für die Transat 6,50 2013 am Samstag getauft. Justine wird an allen Atlantikregatten des Mini-Kalenders teilnehmen. Sie hat sich dazu in Lorient niedergelassen, wo sie auch dem Regattazentrum beigetreten ist.

Auf der anderen Seite des grossen Teichs hat das französisch-schweizerische Duo Peclard/Chanu auf Thinkanalytic die Transquadra in der Kategorie der Zweihandteams mit fast 3 Stunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Victoria gewonnen. Auf dem dritten Gesamtrang folgte mit Philippe Vicariot der schnellste Einhandsegler. Buntschu/Racenet (SUI) erlitten einen Mastbruch und liegen derzeit auf Rang 50. Sie sind mit einer behelfsmässigen Takelung und einer Geschwindigkeit von ca. 4 Knoten rund 500 Seemeilen vom Ziel entfernt unterwegs. Jean-François Guillet und Jean-Jacques Riond auf Ocean Voc befanden sich am Montagmorgen auf Platz 25 rund 125 Seemeilen vor dem Ziel.

In Monaco ging das zweite Wochenende des Primo Cups über die Bühne. Am Sonntag hatten die Seglerinnen und Segler erneut mit Starkwind zu kämpfen. In der Longtze-Klasse siegte Laurent Abignoli vor dem Waadtländer Alain Marchand, in der IRC-Wertung hatte Michel Delsemme die Nase vorn und bei den Smeralda 888 konnte Bear Essentials seinen Heimvorteil nutzen und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Die RC 44 bestritten auf den Kanarischen Inseln ihre erste Regatta der Saison. Team Aqua gewann vor Aleph Sailing Team und Artemis Racing. Der nächste Event ist Ende März in Cascais geplant.

Bei den Jollenseglern hat das Gericht der Royal Yachting Association am 9. Februar über den Fall Ainslie verhandelt. Der britische Segler hatte im November an der WM in Perth das Medienboot angegriffen. Das Gericht beschloss, keine weitere Strafe zu verhängen (Ainslie hatte einen Ausschluss riskiert) und es bei der Sanktion der Jury, d.h. bei zwei disqualifizierten Läufen, zu belassen. Als Begründung für das milde Urteil wurde das mangelhafte Management der Media-Boats an diesem Event genannt.

Alle Podestplätze von Schweizer Seglerinnen und Seglern bei Regatten im Ausland und die Gewinnerinnen und Gewinner der Schweizermeisterschaften (ab 2011) sind ab sofort in unserem Archiv zu finden und werden unter der Rubrik Podium (hier klicken) fortlaufend nachgeführt.

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