Nachdem das experimentelle Segelboot mit Hydroflügeln und Flügelmast von Thomas Jundt im vergangenen Sommer anlässlich der Cowes Week ganz Grossbritannien in Begeisterung versetzte, wird es die Saison 2011 in Paris vor 250’000 Zuschauern beschliessen.
Die Saison 2011 geht für die Mirabaud LX auf dem Trockenen zu Ende, doch zumindest vor grossem Publikum. Denn das Boot wird vom 3. bis 11. Dezember in Porte de Versailles am Salon Nautique de Paris gezeigt. Das von Thomas Jundt entwickelte spektakuläre Segelboot mit Hydroflügeln ist auf ausdrücklichen Wunsch von Salon Nautique Direktor Alain Pichavant als „Ehrengast“ an die legendäre Ausstellung eingeladen worden.
Bereits im vergangenen Sommer hat die Mirabaud LX anlässlich ihres Auftritts an der Mythischen Cowes Week in Grossbritannien für Begeisterung gesorgt. Was für ein Spektakel, diesem mit einem Flügelmast ausgestatteten experimentellen Segelboot zuzuschauen, wenn es mit voller Geschwindigkeit auf seinen Hydroflügeln über das Wasser fliegt!
Für Thomas Jundt, dem Erfinder und Entwickler der Mirabaud LX, ist der Moment gekommen, Bilanz zu ziehen. „Unser Flügelmast ist fantastisch, doch viel zu klein“, erklärt er. „Unser Ziel für die kommende Saison ist also die Entwicklung eines grösseren Flügelmastes, der eine Leistungssteigerung des Bootes bei leichten und mittleren Windbedingungen bringen sollte. Damit wollen wir neue Rekorde brechen.“
So soll die Oberfläche des Flügelmasts von 17 auf 23 Quadratmeter vergrössert werden. Die Oberfläche des Spinnakers soll von 60 auf 75 Quadratmeter vergrössert werden. Bei der Genua ist eine Steigerung von 30% vorgesehen.
„Wir müssen fliegen können, wenn wir schnell sein wollen“, präzisiert Thomas Jundt. „Dieses Jahr benötigten wir jeweils ideale Windverhältnisse von 10 bis 15 Knoten. Unter diesen Bedingungen ist unser Flügelmast extrem leistungsfähig. Das Gleichgewicht des Bootes ist absolut erstaunlich. Doch in der Saison 2012 streben wir an, mit der neuen Konfiguration eine Flugverbesserung und bei Schwachwindbedingungen eine Leistungssteigerung zu erreichen.“
Anlässlich des Bol d’Or Mirabaud 2011 mussten Thomas Jundt und seine Teamkollegen Antoine Ravonel und Eric Gobet zuerst ein bisschen einstecken, bevor es ihnen auf der Höhe von Hermance endlich gelang, den Turbo einzuschalten und durchzustarten. Bei Evian hatten sie schliesslich das Feld aufgeholt. Doch dann fiel der Wind erneut zusammen, und als dann auch noch technische Probleme auftauchten, musste die Mirabaud LX das Rennen aufgeben.
Die Regatta Genf-Rolle-Genf fand bei ausgesprochenen Leichtwindbedingungen statt, die der Mirabaud LX gar nicht entgegen kamen. Nichts desto trotz hält das Boot von Thomas Jundt noch immer den Geschwindigkeitsrekord bei den Einrumpfbooten mit einer Zeit von 3 Stunden, 43 Minuten und 47 Sekunden.