Von Vincent Gillioz
Volvo Ocean Race, Global Ocean Race, Transat AG2R, La Trinité-Plymouth, Vulcain Trophy, Schweizermeisterschaft der Esse 850, WM der Star- und Laserboote, Schweizer Punktemeisterschaft der Laser und olympische Boote: dies die Themen dieses ersten Newsletters im Mai.
Hochseeregatten
Die fünf Konkurrenten des Volvo Ocean Race nähern sich Miami. Puma führt weiterhin vor Camper und Telefonica. Es könnte jedoch durchaus sein, dass die Karten in dieser sechsten Etappe nochmals neu gemischt werden, denn die Flotte erwartet vor der Zieleinfahrt Schwachwind und Flaute. Groupama, die während der gesamten Regatta hinterhergesegelt ist, hofft, auf dieser letzten Zielgeraden endlich zur Spitzengruppe aufzuschliessen.
Drei der vier Teilnehmer des Global Ocean Race sind am Montagmorgen in Charleston eingetroffen. Cessna Citation hat die Etappe erwartungsgemäss vor Financial Crisis, Sec. Hayai und Pheshaya Racing gewonnen.
Die Flotte der Transat AG2R ist mitten auf dem Atlantik unterwegs. Noch immer befinden sich alle 16 Telnehmer auf einer Nord-Süd-Achse. Gildas Morvan und Charlie Dalin auf Cercle Vert liegen weiterhin in Führung vor Erwan Tabarly und Eric Péron. An dritter Stelle folgen Jean-Charles Monnet und Alexandre Toulorge.
In der Mini-Klasse ist ein Grossteil der 27 Boote, die am Sonntagmorgen in La Trinité-sur-Mer aufgebrochen sind, am Dienstagmorgen in Plymouth eingetroffen. Die Schweizer konnten an diesem Prolog des UK Fastnet einen Doppelsieg feiern: TeamWork (Justine Mettraux/Milan Kolacek) gewannen bei den Klassenbooten vor Go4it (Simon Koster/Nils Palmieri).
Internationale Klassen und Regatten
Die Schweizermeisterschaft der Esse 850 ist am 1. Mai nach vier gesegelten Läufen zu Ende gegangen. Neue Schweizermeister sind OIiver Wolfensberger, Jesper Radich und Christian Scherrer auf Peach Property Group. Urs Oldani, der amtierende Vize-Schweistermeister in der Surprise-Klasse, wurde auf seiner Aspra Zweiter. Alain Marchand reichte es mit seiner Ottocinque auf Rang 3.
Die Décision 35 sind mit einer bemerkenswerten ersten Regatta in die Vulcain Trophy gestartet. Am vergangenen Wochenende konnten die neun Teams unglaubliche 14 Läufe segeln. Alinghi setzte sich nach dem Auftaktevent punktgleich mit Realstone Railing des CER auf Rang 2 an die Spitze des Klassements. Artemis Racing mit Paul Cayard belegt Platz 3.
Jollen- und olympisches Segeln
Am vergangenen Samstag fiel der Startschuss zur WM der Starboote. Nach einem Sieg im zweiten Lauf liegen Marazzi/De Maria in der Zwischenwertung auf dem vielversprechenden 4. Platz.
Auch die Laser Standard tragen in Boltenhagen (D) bis Donnerstag ihre WM aus. Für die Schweizer ist der Wettkampf die letzte Qualifikationschance für London. Guillaume Girod liegt derzeit als bester Schweizer auf Platz 40. Christoph Bottoni ist 65. und Christian Steiger 97. Am Donnerstag sind dann die Laser Radial an der Reihe.
Der Club nautique de Pully hat letztes Wochenende einen Lauf der Schweizer Punktemeisterschaft der Laserklasse organisiert. Trotz kniffliger Wetterbedingungen konnte die Regattaleitung zwei Läufe werten und somit ein Gesamtklassement erstellen. Die Sieger der drei Kategorien heissen Kilian Wagen (Laser 4.7), Benoît Lagneux (Laser Radial) und Cyrill Knecht (Laser Standard).
Die ISAF hat am Samstag ihre Wahl für die Olympischen Spiele 2016 in Rio bekannt gegeben. Windsurfen (RS: X) wird aus dem Programm gestrichen, dafür wird Kitesurfen für Frauen und Männer aufgenommen. Nach dem bedauerlichen Aus des Tornado wird der Mehrrümpfer erneut olympisch. Als Katamaran für gemischte Teams wurde der Nacra 17 ausgewählt. Ebenfalls neu ist das Damenskiff Mackay FX. Das Starboot wurde wie geplant aus dem Programm genommen, während der Laser, der Laser Radial, der Finn und der 470er (für Frauen und Männer) olympisch bleiben.